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Juli 2007 Die Zeit vor dem Sonnenaufgang und die Zeit nach Sonnenuntergang, wenn es nicht ganz dunkel ist, die Sonne aber hinter dem Horizont steckt --- diese Zeit wird Blaue Stunde oder auch magische Stunde genannt. Der Himmel nimmt eine, mehr oder weniger, tiefblaue Farbe an. Diese blaue Farbe ist ein indirekter Nachweis der Existenz unserer Ozonschicht. Dieses Ozon lässt, wie ein Blaufilter, bevorzugt kurzwelliges (blaues) Licht passieren. Bei Tageslicht fällt dies nicht ins Gewicht, da das direkte Sonnenlicht sehr viel intensiver ist. Leichte Bewölkung macht das Motiv meiner Meinung nach interessanter während dicke Wolken die tiefblaue Farbe verschlucken. In Kombination mit Gebäuden, die von Scheinwerfern angestrahlt werden, ergeben sich farbenprächtige Momentaufnahmen die nahezu einzigartig sind. Leider können weder Zeitpunkt noch Dauer der Blauen Stunde vorhergesagt werden. Sie dauert auch keine ganze Stunde, jedenfalls nicht die fotografisch nutzbare Zeit. Bei meinem Beispiel vom Kölner Dom war die optimale Zeitspanne nur ein paar Minuten. Für die Zeitplanung bedeutet dies, das der Fotograf spätestens bei Sonnenuntergang die Kamera auf sein Stativ geschraubt haben sollte. Schafft man es früher, ist es möglich auch noch einen schönen Sonnenuntergang zu erwischen. Will ich zusätzlich das Motiv auch auf Großbild bannen, sehe ich zu, dass ich noch bei ausreichend Tageslicht die Kamera einstelle. Ist es erst einmal dunkel ist das Bild auf der Mattscheibe fast nicht mehr zu erkennen. Auf einem Klappstuhl sitzend, die Fototechnik zum Schuss bereit, warte ich dann die Stunden ab. Alle paar Minuten mache ich eine Aufnahme mit der digitalen Nikon D 100. Auf dem Monitor kann ich dann die Belichtung kontrollieren. Ich versuche bei solchen Motiven auch zu jedem Zeitpunkt Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungen zu machen um nachträglich mittels „Digital Blending“ das Optimum aus den Aufnahmen raus zu holen. Die 9 x12 Plaubel kommt erst dann zum Einsatz, wenn das Licht optimal ist. Auf diese Weise ist man, Auf- und Abbau mit eingerechnet, etwa 3 Stunden beschäftigt. In dieser Zeit wird letzten Endes nur ein einziges brauchbares Bild produziert! |
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Der
Dom bei Tageslicht. Der bewölkte Himmel ist viel zu hell und wird hier ohne Struktur, fast Weiß, abgebildet |
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22.06 Uhr
Die Blaue Stunde hat bereits begonnen aber der Himmel ist noch viel zu hell. |
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22.10 Uhr
4 Minuten später, aber noch zu hell. |
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22.15 Uhr,
das ist schon brauchbar. |
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22.17
Uhr, nach meinem Geschmack die harmonischste Wiedergabe von beleuchteten Gebäuden und blauem Himmel. |
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22.20
Uhr, nur 3 Minuten später und schon ist der Himmel drastisch dunkler geworden. Der Gesammteindruck ist aber noch recht gut. |
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22.22
Uhr, 5 Minuten nach dem optimalen Bild ist bereits der Himmel, nach meinem Geschmack, zu dunkel. |
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22.27
Uhr, 10 Minuten nach dem optimalen Bild ist der Himmel fast schwarz und von "Blauer Stunde" nichts mehr zu sehen. |



