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Die Sächsische Schweiz oder auch Elbsandsteingebirge

2000 und 2001
Die Sächsische Schweiz liegt, wie der Name schon sagt in Sachsen, ca. 50 km süd- östlich von Dresden.  
Dieses Gebirge ist in Wirklichkeit gar keins. Das, was als Felsen in die Höhe ragt, sind die Reste, die von der Elbe im Lauf der Jahrmillionen nicht weg gespült worden sind.

Diese Gegend wurde von mir in den Jahren 2000 und 2001 erkundet. Der Besuch dieses Landstrichs ist jeden Cent des Solidaritätsbeitrags wert und ich werde hier mit Sicherheit noch mal einiges an Urlaubszeit verbringen. Was wäre mir entgangen wenn die Grenze nicht geöffnet worden wäre ....
Damals war ich noch mit meinem Toyota- Bus auf Achse. Ein extrem bequemes Gefährt. alle hinteren Sitze konnten zu einer großen Liegefläche umgeklappt werden und trotzdem war hinten noch jede Menge Stauraum für Gepäck.

Siggi mit Toyota
Meine Wenigkeit und der "Super- Bus"

Das Elbsandsteingebirge mit dem Auto allein „erfahren“ zu wollen wird sicherlich zu großen Enttäuschungen führen. Die schönen Felsformationen sind vom Auto aus meist nicht einmal zu erahnen. Es bleibt der beschwerliche Weg zu Fuß.
In früheren Zeiten konnte man sich mit Lasttieren oder in der Sänfte zu den Sehenswürdigkeiten tragen lassen. Dieses, am Lichtenhainer Wasserfall gesehene Schild hat nur noch nostalgischen Wert denke ich.

Preistafel

Es zeugt aber davon, das diese Gegend schon recht lange touristisch erschlossen ist. Auch dieser Wasserfall ist kein natürlicher, sondern wurde vor langer Zeit künstlich angelegt. Gegen eine geringe Gebühr war (und ich denke es ist heute noch so) der Wasserfall- Wärter geneigt einen Schieber zu betätigen und aus dem müden Rinnsal wurde ein reißender, wilder Wasserfall.

Lichtenhainer Wasserfall
Der Lichtenhainer Wasserfall

Zum Wasserfall gelangt man von Bad Schandau aus Richtung Osten, mit der Kirnitschtalbahn oder eben zu Fuß wie in meinem Fall von Lichtenhain aus. Im Jahr 2000 konnte man auf einem großen Parkplatz an der westlichen Ortseinfahrt sein Auto abstellen, sich den ganzen Tag in der Gegend rumtreiben und abends gleich ins Heck des Toyota zum Schlafen legen. Ein Jahr später war dies bereits verboten und selbst fürs Parken wollte man nun Geld, was aber sicher nicht daran liegt, dass ich mich dort schlecht benommen habe :-)
Unweit dieses Parkplatzes, im Ortskern, ist aber eine nette Pension (oder Hotel?). Bei meinem nächsten Aufenthalt werde ich mich wohl dort einquartieren. Die ganze Gegend von Lichtenhain in südlicher Richtung ist einfach herrlich zum wandern geeignet. Der Kuhstall, eine Höhle mit hinterem Durchbruch, die in früheren Zeiten Viehdieben als Versteck gedient haben soll und der Frienstein sind echte Highlights in dieser Ecke.

Frienstein
Der Frienstein. Hier sollte man schon schwindelfrei sein

Drehpunkt dieser Gegend ist meiner Meinung nach Bad Schandau. Ich habe nie meinen Fuß auf  Schandauer Boden gesetzt, bin aber sicher ein Dutzend mal dort durchgefahren. Das Elbsandsteingebirge wurde ja von der Elbe geformt, das heißt, sie fließt mitten durch. In Bad Schandau ist die einzige Brücke weit und breit um auf die jeweils andere Seite zu gelangen. Zu Stoßzeiten ist dort mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen, wie es so oft im Radio zu hören ist.
Nördlich der Elbe liegt der Kurort Rathen, der gar nicht mit dem Auto befahren werden darf. Auf einem großen „Naturparkplatz“ in Form einer umgenutzten Wiese ist Endstation.

Elbsandstein
Felsen in der Nähe von Rathen

Von Rathen aus kommt man zur Bastei, einer, von Menschenhand erschaffenen Brücke von Fels zu Fels.
Südlich von Rathen aber noch nördlich der Elbe liegt in einem großen Bogen des Flusses der Lilienstein.

Lilienstein
Der Lilienstein

Parkmöglichkeit für Autocamper wie mich, besteht auf der Kaiserstraße. Etwa einen Kilometer vor dem Lilienstein geht ein Waldweg rechts ab. An dieser Einmündung ist ein schönes Rasenstück wo man sich, ohne jemanden zu behindern oder zu stören, zur Ruhe begeben kann. Von hier aus kommt man bequem über den Lilienstein und zurück und hat dann noch jede Menge Zeit zu Fuß nach Rathen, die Bastei und die Schwedenlöcher zu wandern.
Für den Lilienstein empfehle ich eine komplette Überschreitung. Vorn rauf, hinten runter. Der Aufstieg dauert nicht wesentlich länger als eine Stunde. Da sind dann aber die Zeiten für die Fotopausen schon mit drin. Von oben hat man dann eine phantastische Aussicht, besonnders auf die Festung Königstein, die auf einem der Plateu-Felsen gebaut wurde.

Koenigstein
Die Festung Königstein

Der Königstein befindet sich dann schon auf der anderen, südlichen Seite der Elbe. Also, zurück nach Bad Schandau und einen riesigen Umweg über die Brücke und zurück nach Königstein. Oder Sie benutzen die Personenfähre von Halbestadt ( nicht verwechseln mit Halberstadt) nach Königstein.
Ebenfals südlich der Elbe findet sich auch der Papststein (bei Papstdorf), welcher meiner Meinung nach optisch nicht so besonders ist und der Pfaffenstein mit der Barbarine. Die Barbarine ist eine, sagen wir mal Phallus- förmige Felsformation.
Die Sage berichtet hier von einem jungen Mädchen namens Barbara, welches gegen den Willen der Mutter zum Beeren pflücken unterwegs war und zur Strafe zur Steinsäule erstarrte.

Barbarine
Die Barbarine


Pfaffenstein
Der Pfaffenstein

Mobil- Wohner können ca. einen Kilometer südlich von Pfaffendorf auf der rechten Seite in südlicher Richtung nach einem geeigneten Plätzchen Ausschau halten. Von dort ist wieder ein schöner Rundweg mit Pfaffensteinüberschreitung und Abstecher zur Barbarine möglich.

Siehe auch: Elbsandsteingebirge 2010


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