Das Land um den Königssee und den Watzmann empfinde ich persönlich, mit großem Abstand, als die schönste Gegend, die ich jemals gesehen habe. Normalerweise werde ich von so viel touristischen Rummel extrem abgestoßen aber in diesem Fall muss ich es einfach mal als gegeben hin nehmen. Außerdem verliert sich der Touristenstrom ganz schnell, wenn man sich zu Fuß von den Andenken- und Nippes- Läden im Ort Königssee entfernt. 10 Minuten und man ist nur noch mit Gleichgesinnten unterwegs, nach einer halben Stunde ist man allein. Allein in der wahrscheinlich größten Fußgängerzone, die unser Land zu bieten hat.

Es ist einfach eine überwältigende Stimmung, ganz früh morgens, ganz allein bei Sonnenaufgang auf einer Bank am Bootssteg am Ufer des Königssees zu sitzen und zu beobachten, wie langsam die Nebelschwaden verschwinden und den Blick auf den See und die umliegenden Berge frei geben.

Ort
Königssee, Blick auf den Grünstein, links die Bob-
Bahn
Der Königssee ist ca. 8 km lang. Es führt aber kein „Uferweg“ um ihn herum. Die umgebenden Wände sind teilweise einfach zu steil.

Das Wasser des Sees besitzt Trinkwasser- Qualität!
Baden ist nicht verboten aber wegen der Kälte, auch im Sommer, nicht zu empfehlen.
Die Gegend bietet Wege in allen Schwierigkeitsgraden.
Zum Eingewöhnen würde ich empfehlen:
Königssee
– Malerwinkel
Jenner Mittelstation – Königsbachalm (leider kein
Photo)
Rund um St. Bartholomä

Der Königsse vom Malerwinkel aus gesehen


Darauf aufbauend:
Salletalm – Obersee – Röthbach
Heftiger:
Gotzenalm
Die ganz unerschrockenen und durchtrainierten können dann auch Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte machen, den Watzmann überschreiten, den Königssee umrunden und so weiter.
Dieser Parkplatz ist das Ende der befahrbaren Strecke. Ab hier ist Fußgängerzone bis weit nach Österreich hinein. Das ist nicht so, weil hier kein Auto mehr fahren darf, nein, hier „kann“ kein Auto mehr fahren!
Hierzu eine kleine Geschichte:
Im letzten Jahrtausend, der VW- Käfer war schon erfunden, verbrachte eine einsame Magd den Winter mit den Tieren auf der Salletalm (ganz am hinteren Ende des Königssees). Der Winter war sehr kalt und der See frohr zu. Der Geliebte der Magd wagte den Versuch mit seinem VW- Käfer den 8 km langen See zu überqueren.
Der Käfer samt dem Geliebten wurden vor einigen Jahren von einem Mini- U- Boot gefunden, was zu Forschungszwecken in alpinen Bergseen unterwegs war.
Wer als Mobilcamper anreist, möchte sicher auch auf die Parkgebühren verzichten. Es ist dort so: Man kann Nachts auf den Parkplatz fahren und auch wieder raus ohne zu zahlen. Irgendwann in den Morgenstunden kommen die Parkwächter und heften Zettel an die Scheibenwischer der dort parkenden Autos. Als ehrlicher Bürger geht man nun zum Schalter und bezahlt. Ich habe keine Ahnung, was geschieht, wenn man nun den ganzen Tag in den Bergen unterwegs ist und erst spät abends wieder am Auto ist und den Parkplatz verlässt. Wahrscheinlich haben die Parkwächter das Kennzeichen notiert und schicken die Rechnung nach. Ausprobiert habe ich es allerdings nicht.
Es gibt aber einen sehr schön gelegenen, kostenlosen Parkplatz nord-westlich vom Grünstein bei Hinterschönau. Er ist auf meiner Wanderkarte sogar eingezeichnet. Die Gegend dort heißt „Hammerstiel“, warum kann ich nicht sagen.
Tagsüber ist dort reger Verkehr. Der Parkplatz bietet einen super Ausgangspunkt für Wanderungen nach Ramsau, Wimbachklamm, Grünstein, Watzmannhaus und Watzmanngipfel.
Nachts habe ich dort immer allein gestanden. Himmlische Ruhe und einen herrlichen Ausblick auf den Sternenhimmel durch das „Sonnendach“ meines Toyota- Busses.