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Berchtesgadener Land 2010


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Berchtesgadener Land
Berchtesgadener Land im Winter


Ich habe die erste Nacht am Königssee im Auto verbracht. Es hat noch recht stark geregnet und an Fotos von Blauer Stunde war nicht zu denken.

Gegen 7 Uhr hat der Regen aufgehört und ich habe dann Aufnahmen der Königsseer Ache gemacht.

Ache, Königssee

Königsseer Ache

An der Königsseer Ache

An der Königsseer Ache, dem Überlauf des Königssees

Um 8 Uhr habe ich dann beim Camping Grafenlehen eingecheckt. 10 Uhr, es regnet wieder, ich nutze die Zeit und kopiere die Bilder von heute morgen auf die mobile Festplatte.

Der ganze Tag ist grau in grau und es kommen immer mal wieder Regenschauer, die aber in ihrer Stärke und Dauer nach lassen.

Nebel im Berchtesgadener Land

Nebelschwaden ziehen vom Könissee durchs Berchtesgadener Land

Samstag

Dauerregen. Vormittags die Almbachklamm fotografiert. Der bedeckte Himmel ist hier sicher den harten Schatten bei Sonnenschein vor zu ziehen. Der Regen erschwert das Fotografieren. Ich habe die Kamera immer nur kurz aus dem Rucksack genommen damit sie nicht all zu nass wird. Nikons können schon etwas Regen ab. Kameraeinstellungen und Bildkomposition müssen dann etwas schneller gehen oder, was die Komposition angeht, am Besten erst gut überlegt werden, bevor die Kamera aus dem Rucksack genommen wird.

Brücke in der Almbachklamm

Almbachklamm, Weg über eine Brücke

Der Almbach in der Almbachklamm

Kleine Wasserfälle in der Almbachklamm


Ein Stativ wäre eine feine Sache gewesen. Ich hätte nicht auf 400 ISO erhöhen müssen, hätte in Ruhe den richtigen Bildausschnitt einstellen können und hätte verschiedene Belichtungszeiten vom fließenden Wasser machen können. Kurze Zeiten für „eingefrorenes Wasser“ und lange Zeiten für Wasser, das aussieht wie Nebel. Dazu ein Regenschirm um die Kamera vor dem Regen zu schützen. Wer schleppt das ganze Geraffel dann den Berg hoch?

Wasserfall in der Almbachklamm
Wasserfall in der Almbachklamm


Ich habe versucht, einen kleinen Grill mit Holzkohle im Zelt zu betreiben um die nassen Sachen zu trocknen. Das Ding produziert zu viel Qualm und Gestank. Mit Mühen hab ich das heiße Gerät dann aus dem Zelt gezogen.

Mit dem kleinen Gaskocher kann man zur Not das Zelt heizen. Um allerdings nasse Kleidung zu trocknen muss man das kleine Ding echt lange laufen lassen. Ich denke, um mal die letzte Feuchtigkeit aus ein paar Socken zu vertreiben ist diese Methode ganz gut.

Tentipi- Zelt
Tentipi- Zelt


Was brauche ich wirklich an Ausrüstung?!

Kameras:

Großbild- kein einziges Bild gemacht.

F4 mit Diafilm- 2 Filme verknipst zusätzlich zu den digitalen Bildern. Ich werde dann zu Hause sehen, ob es sich gelohnt hat.
Hat es nicht, wie sich herausstellte sind die Digitalbilder mindestens genau so gut wie die Dias.

D300- bisher alle Bilder mit dem 18- 200mm VR Nikkor gemacht.


Die Datensicherung mit Laptop und externer Festplatte hat sich bewährt. Ich kann jeden Abend die Bilder von der Speicherkarte auf die mobile Festplatte kopieren und, wenn etwa 4 GB erreicht sind, alles auf eine DVD brennen. Wirklich nötig ist das alles aber nicht. Die Speicherung auf CF- Karten reicht völlig aus.

Da ich immer einen Stromanschluss im Zelt hatte, habe ich den zusätzlichen Batteriegriff für die D300 nicht gebraucht. Ich konnte bei Bedarf jederzeit die Accus laden und war nicht auf den Gebrauch von Batterien angewiesen. Allerdings war es gut zu wissen, auf diese Möglichkeit zurück greifen zu können.

Das Zelt (Tentipi) ist sicher super, wenn man an einem Platz bleibt oder auch, wenn man bei trockenem Wetter herum reist. Bei Regen ist der Auf- und Abbau eine Schlammschlacht. Mit jedem Schritt, den man in das Zelt macht, bringt man wieder neue Feuchtigkeit hinein, die bei Dauerregen dann auch nicht wieder trocknet.


Koch- Krams:

Der kleine Kocher reicht für mich alleine völlig aus. Bewährt hat sich die kleine Alu- Pfanne mit Klappgriff. Ich habe viel Fischkonserven gegessen, die brauchen nur warm gemacht werden. Dazu etwas Brot – lecker. Manchmal habe ich die Konserven noch mit zusätzlichen Gewürzen etwas aufgepeppt. Zum richtigen Kochen hatte ich keine Lust. Heißes Wasser für Tee und Kaffee habe ich mit dem Oberteil vom Bundeswehr- Essbesteck bereitet. Das Unterteil brauche ich nicht. Messer, Gabel und ein kleiner Löffel reichen. Ein großer Löffel evtl. für die Bihunsuppe.

Korkenzieher für gemütliche Stunden am Abend.

Taschenmesser um alles ab- und aufzuschneiden. Man glaubt gar nicht, wie oft dieses Ding gebraucht wird.

Brustbeutel für alle möglichen Papiere und Geldscheine.

Ein Klappstuhl mit Rückenlehne und ein kleiner Klappstuhl mit drüber gelegtem Brett als Tisch bewahren davor, wie Gollum ständig am Boden zu kriechen.

Gegen Nachmittag hat der Regen aufgehört. Die restlichen, tief hängenden Wolken haben mir zusammen mit dem Sonnenuntergang ein herrliches Naturschauspiel geliefert. Der ganze Himmel hat golden- rot geglüht.

Sonnenuntergang, Berchtesgadener Land

Sonnenuntergang im Berchtesgadener Land

Sonntag

Wie gestern Abend bereits zu vermuten war, hat sich das Wetter schlagartig gebessert. Damit war das Programm für heute klar, die Kneifelspitze. Viele Wege um den Watzmann waren wegen der starken Regenfälle gesperrt und der starke Dunst in der Luft waren keine guten Voraussetzungen für knack- scharfe Hochgebirgsfotos. Die Kneifelspitze ist 1198 m hoch, vom Zeltplatz mit 5 km Anmarsch zu erreichen und in 3,5 Stunden Aufstieg zu erklimmen. Die Wege, besonders die letzten 300 Höhenmeter, kamen mir enorm steil vor, ähnlich wie der Weg von Hammerstiel auf den Grünstein. Der Abstieg hat mir dann auch Recht gegeben. An einigen Stellen kommt man bergab leicht ins Rutschen.

Gipfelkreuz, Kneifelspitze
Gipfelkreuz der Kneifelspitze

Die Aussicht vom Gipfel ist echt Klasse. Man hat eine prima Sicht auf den Watzmann und auf das Tal des Königssees. Leider sieht man den See selbst nicht. Die nackte Felswand des Untersbergs ist gleich gegenüber. Von einer anderen Stelle, 5 min. vom Gipfel entfernt, hat man Sicht bis Salzburg. Leider war die Luft durch die viele Feuchtigkeit recht trübe.

Watzmann, Berchtesgadener Land

Blick von der Kneifelspitze über das Berchtesgadener Land und den Watzmann

Montag

Heute nur die Fahrt über den Königssee gemacht. Erst zur Saletalm mit dem Schiff, dann zu Fuß auf die andere Seite des Obersees. Auf dem Rückweg an St.Bartholomä gehalten und den Uferweg zu beiden Seiten des Klosters abgegangen.

St. Bartholomä am Königssee
Königssee und das Kloster St. Bartholomä

Ich muss mir wohl gestern 2 Blasen an den kleinen Zehen gelaufen haben. Ich habe sie erst bemerkt, als ich heute wieder zurück war. Es hat sich auch ein leichter Muskelkater in den Waden und in den Schienbeinen eingestellt.

Der Königssee im Berchtesgadener Land

Der Königssee

Es sind immer noch viele Wolken und Dunst in den höheren Lagen. Es hat keinen Sinn da rauf zu kraxeln. Die Luft ist immer noch sehr feucht und trübe.

Die Spiegelungen der Berge im Obersee sind immer wieder ein Erlebnis.

Obersee im Berchtesgadener Land

Spiegelungen und Almhütte am Obersee

Almhütte am Obersee

Der Obersee mit steilen Felshängen und Almhütte

Baum am Obersee
Blick auf den Obersee


Alpenglühen:

Um 19.15 Uhr, die Sonne ist längs hinter dem Grünstein verschwunden und steht schon recht tief.

Um 19.45 ist das Licht schon deutlich Gelb.

Um 20.00 bekommt das Licht langsam eine rötliche Note.

Um 20.10 fängt das Alpenglühen an.

Um 20.25 ist das Schauspiel bereits zu Ende.

Sonnenuntergang im Berchtesgadener Land

Sonnenuntergang, Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land, Alpenglühen

Alpenglühen im Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land, Alpenglühen

Alpenglühen am Königssee

Berchtesgadener Land, Alpenglühen

Alpenglühen im Berchtesgadener Land

Dienstag

Die Blasen sind nicht so schlimm und der Muskelkater hält sich in Grenzen. Also, auf nach Berchtesgaden, lockere 5 Km ohne nennenswerte Steigungen. Der Besuch in einem Internet-Caffee erbrachte folgendes: Heute noch Sonne, morgen bewölkt und ab Donnerstag wieder starker Regen im ganzen Land.

Ich will heute Abend Richtung Ramsau und evtl. den Watzmann im Abendlicht fotografieren.

Dicke Wolken haben sich aber bereits breit gemacht und es kommen auch schon die ersten Schauer herunter. Schön ist der Blick auf die Berge, wenn sich in den Wolken ein Loch auftut und die Sonne dort hindurch strahlen kann.

Schlechtwetter im Berchtesgadener Land

Wolken im Berchtesgadener Land

Wolkenloch, Sonnenstrahlen, Berchtesgadener Land
Sonnenstrahlen finden ihren Weg durch ein Wolkenloch, Berchtesgadener Land





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