|
Sehen Sie auch:
Ich habe die erste Nacht am Königssee im Auto verbracht. Es hat noch recht stark geregnet und an Fotos von Blauer Stunde war nicht zu denken. Gegen 7 Uhr hat der Regen aufgehört
und ich habe dann Aufnahmen der Königsseer Ache gemacht.
Königsseer Ache
An der Königsseer Ache, dem Überlauf des Königssees
Um 8 Uhr habe ich dann beim Camping Grafenlehen eingecheckt. 10 Uhr, es regnet wieder, ich nutze die Zeit und kopiere die Bilder von heute morgen auf die mobile Festplatte. Der ganze Tag ist grau in grau und es kommen immer mal wieder Regenschauer, die aber in ihrer Stärke und Dauer nach lassen.
Nebelschwaden ziehen vom Könissee durchs Berchtesgadener Land
Samstag Dauerregen. Vormittags die Almbachklamm fotografiert. Der bedeckte Himmel ist hier sicher den harten Schatten bei Sonnenschein vor zu ziehen. Der Regen erschwert das Fotografieren. Ich habe die Kamera immer nur kurz aus dem Rucksack genommen damit sie nicht all zu nass wird. Nikons können schon etwas Regen ab. Kameraeinstellungen und Bildkomposition müssen dann etwas schneller gehen oder, was die Komposition angeht, am Besten erst gut überlegt werden, bevor die Kamera aus dem Rucksack genommen wird.
Almbachklamm, Weg über eine Brücke
Kleine Wasserfälle in der Almbachklamm
Ich habe versucht, einen kleinen Grill mit Holzkohle im Zelt zu betreiben um die nassen Sachen zu trocknen. Das Ding produziert zu viel Qualm und Gestank. Mit Mühen hab ich das heiße Gerät dann aus dem Zelt gezogen. Mit dem kleinen Gaskocher kann man zur
Not das Zelt heizen. Um allerdings nasse Kleidung zu trocknen muss
man das kleine Ding echt lange laufen lassen. Ich denke, um mal die
letzte Feuchtigkeit aus ein paar Socken zu vertreiben ist diese
Methode ganz gut.
Was brauche ich wirklich an Ausrüstung?! Kameras: Großbild- kein einziges Bild gemacht. F4 mit Diafilm- 2 Filme verknipst
zusätzlich zu den digitalen Bildern. Ich werde dann zu Hause sehen,
ob es sich gelohnt hat. D300- bisher alle Bilder mit dem 18- 200mm VR Nikkor gemacht.
Die Datensicherung mit Laptop und externer Festplatte hat sich bewährt. Ich kann jeden Abend die Bilder von der Speicherkarte auf die mobile Festplatte kopieren und, wenn etwa 4 GB erreicht sind, alles auf eine DVD brennen. Wirklich nötig ist das alles aber nicht. Die Speicherung auf CF- Karten reicht völlig aus. Da ich immer einen Stromanschluss im Zelt hatte, habe ich den zusätzlichen Batteriegriff für die D300 nicht gebraucht. Ich konnte bei Bedarf jederzeit die Accus laden und war nicht auf den Gebrauch von Batterien angewiesen. Allerdings war es gut zu wissen, auf diese Möglichkeit zurück greifen zu können. Das Zelt (Tentipi) ist sicher super, wenn man an einem Platz bleibt oder auch, wenn man bei trockenem Wetter herum reist. Bei Regen ist der Auf- und Abbau eine Schlammschlacht. Mit jedem Schritt, den man in das Zelt macht, bringt man wieder neue Feuchtigkeit hinein, die bei Dauerregen dann auch nicht wieder trocknet. Koch- Krams: Der kleine Kocher reicht für mich alleine völlig aus. Bewährt hat sich die kleine Alu- Pfanne mit Klappgriff. Ich habe viel Fischkonserven gegessen, die brauchen nur warm gemacht werden. Dazu etwas Brot – lecker. Manchmal habe ich die Konserven noch mit zusätzlichen Gewürzen etwas aufgepeppt. Zum richtigen Kochen hatte ich keine Lust. Heißes Wasser für Tee und Kaffee habe ich mit dem Oberteil vom Bundeswehr- Essbesteck bereitet. Das Unterteil brauche ich nicht. Messer, Gabel und ein kleiner Löffel reichen. Ein großer Löffel evtl. für die Bihunsuppe. Korkenzieher für gemütliche Stunden am Abend. Taschenmesser um alles ab- und aufzuschneiden. Man glaubt gar nicht, wie oft dieses Ding gebraucht wird. Brustbeutel für alle möglichen Papiere und Geldscheine. Ein Klappstuhl mit Rückenlehne und ein kleiner Klappstuhl mit drüber gelegtem Brett als Tisch bewahren davor, wie Gollum ständig am Boden zu kriechen. Gegen Nachmittag hat der Regen
aufgehört. Die restlichen, tief hängenden Wolken haben mir zusammen
mit dem Sonnenuntergang ein herrliches Naturschauspiel geliefert. Der
ganze Himmel hat golden- rot geglüht.
Sonnenuntergang im Berchtesgadener Land
Sonntag Wie gestern Abend bereits zu vermuten
war, hat sich das Wetter schlagartig gebessert. Damit war das
Programm für heute klar, die Kneifelspitze. Viele Wege um den
Watzmann waren wegen der starken Regenfälle gesperrt und der starke
Dunst in der Luft waren keine guten Voraussetzungen für knack-
scharfe Hochgebirgsfotos. Die Kneifelspitze ist 1198 m hoch, vom
Zeltplatz mit 5 km Anmarsch zu erreichen und in 3,5 Stunden Aufstieg
zu erklimmen. Die Wege, besonders die letzten 300 Höhenmeter, kamen
mir enorm steil vor, ähnlich wie der Weg von Hammerstiel auf den
Grünstein. Der Abstieg hat mir dann auch Recht gegeben. An einigen
Stellen kommt man bergab leicht ins Rutschen.
Die Aussicht vom Gipfel ist echt
Klasse. Man hat eine prima Sicht auf den Watzmann und auf das Tal des
Königssees. Leider sieht man den See selbst nicht. Die nackte
Felswand des Untersbergs ist gleich gegenüber. Von einer anderen
Stelle, 5 min. vom Gipfel entfernt, hat man Sicht bis Salzburg.
Leider war die Luft durch die viele Feuchtigkeit recht trübe.
Blick von der Kneifelspitze über das Berchtesgadener Land und den Watzmann
Montag Heute nur die Fahrt über den Königssee
gemacht. Erst zur Saletalm mit dem Schiff, dann zu Fuß auf die
andere Seite des Obersees. Auf dem Rückweg an St.Bartholomä
gehalten und den Uferweg zu beiden Seiten des Klosters abgegangen.
Ich muss mir wohl gestern 2 Blasen an
den kleinen Zehen gelaufen haben. Ich habe sie erst bemerkt, als ich
heute wieder zurück war. Es hat sich auch ein leichter Muskelkater
in den Waden und in den Schienbeinen eingestellt.
Der Königssee
Es sind immer noch viele Wolken und Dunst in den höheren Lagen. Es hat keinen Sinn da rauf zu kraxeln. Die Luft ist immer noch sehr feucht und trübe. Die Spiegelungen der Berge im Obersee
sind immer wieder ein Erlebnis.
Spiegelungen und Almhütte am Obersee
Der Obersee mit steilen Felshängen und Almhütte
Um 19.15 Uhr, die Sonne ist längs hinter dem Grünstein verschwunden und steht schon recht tief. Um 19.45 ist das Licht schon deutlich Gelb. Um 20.00 bekommt das Licht langsam eine rötliche Note. Um 20.10 fängt das Alpenglühen an. Um 20.25 ist das Schauspiel bereits zu
Ende.
Sonnenuntergang, Berchtesgadener Land
Alpenglühen im Berchtesgadener Land
Alpenglühen am Königssee
Alpenglühen im Berchtesgadener Land
Dienstag Die Blasen sind nicht so schlimm und der Muskelkater hält sich in Grenzen. Also, auf nach Berchtesgaden, lockere 5 Km ohne nennenswerte Steigungen. Der Besuch in einem Internet-Caffee erbrachte folgendes: Heute noch Sonne, morgen bewölkt und ab Donnerstag wieder starker Regen im ganzen Land. Ich will heute Abend Richtung Ramsau und evtl. den Watzmann im Abendlicht fotografieren. Dicke Wolken haben sich aber bereits
breit gemacht und es kommen auch schon die ersten Schauer herunter.
Schön ist der Blick auf die Berge, wenn sich in den Wolken ein Loch
auftut und die Sonne dort hindurch strahlen kann.
Wolken im Berchtesgadener Land
|
|