Zwischen Hamburg und Stade, an der Südseite der Elbe liegt eines der größten Obstanbaugebiete Deutschlands. Das Land wurde in 3 Schritten von holländischen Siedlern eingedeicht und somit bewohnbar gemacht ( im 12. und 15. Jahrhundert ).
Bei den Dörfern handelt es sich zumeist um so genannte Marschhufendörfer. Die Häuser liegen an der Straße und die Felder gleich dahinter. Dem damaligen Statussymbol entsprechend sind viele Häuser stark verziert und am Eingang findet sich oft eine Prunkpforte.
Blühender Kirschbaum vor einem mit Reet gedeckten Dach
Obwohl das Land im Laufe der Jahrhunderte von etlichen Sturmfluten heimgesucht wurde und viele Menschen ihr Leben gelassen haben, war dieser fruchtbare Boden sehr begehrt und brachte den Eigentümern Reichtum und Wohlstand. Im 30jährigen Krieg eroberten es die Schweden dann wurde es verkauft an den König von Hannover, der gleichzeitig auch der König von England war. 1866 ging das Land, zusammen mit Hannover in preußischen Besitz über.
Im April bis Mai kann man hier ein eindrucksvolles Naturschauspiel beobachten wenn tausende Obstbäume in voller Blüte stehen.
Der Genuss dieser Gegend wird ein wenig durch das Kernkraftwerk in Stade gestört. Wenn meine Informationen stimmen, ist das Kraftwerk aber bereits abgeschaltet und es besteht keine Gefahr.
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